Mit Digby als Freund gibt’s keine Langeweile mehr - manchmal wäre sich langweilen aber gar nicht so schlecht

admin 5. Juni, 2016

Stephanie Tromly

Digby #1

Übersetzerin:  Sylke Hachmeister

Oetinger Verlag

14,99 €

Die 16-jährige Zoe muss mit ihrer Mutter weg aus New York City in ein kleines Kaff ziehen. Sie findet alles schrecklich dort und es gelingt ihr auch nicht, neue Freunde zu finden.

Ein sehr seltsamer Junge (Anzugträger!) namens Digby  rückt ihr aber mit so ungewöhnlichen Methoden auf die Pelle, dass ihr wenig anderes übrig bleibt als sich mit ihm abzugeben. Besser ein komischer Freund als gar keiner.

Gemeinsam mit dem notorischen Schulschwänzer Digby erlebt sie allerdings Dinge, die ihren eher spießigen  Alltag ordentlich aufmischen:  ein waghalsiger Einbruch in die Praxis eines verdächtigen Gynäkologen, Versuche, eine verschwundene Mitschülerin zu finden,  waghalsige Autofahrten, unfreiwillige Besuche auf der Polizeiwache und noch einige brisante Abenteuer mehr.  Von Langeweile keine Spur mehr – was auch an Eric, einem alten Schulfreund Digbys liegen mag, in den Zoe sich ein wenig verguckt hat.

Die drei zusammen stürzen sich in Unternehmungen, die letztendlich etwas zu groß und gefährlich für Jugendliche sein könnten. Irgendwann versteht Zoe aber, warum Digby die  Suche nach der verschwundenen Schülerin gar so wichtig ist: vor Jahren ist seine eigene kleine Schwester verschwunden – und er ist immer noch auf der Suche nach ihr.

Trotz dieses ernsten Hintergrundes mochte ich das Buch vor allem wegen seines unglaublich intelligenten Witzes.

Es ist mir schon lange nicht mehr so gegangen, dass ich während des Lesens in lautes Lachen ausbrechen musste. Es sind weniger die – allerdings auch oft sehr lustigen – verrückten Ideen Digbys, die mich so erheiterten, sondern vor allem der  große Sprachwitz. Es versteht sich von selbst, dass ich der Übersetzerin ein großes Lob ausspreche, denn es ist ihr wunderbar gelungen, diesen Witz ins Deutsche herüberzuretten.

Auch wenn das Buch in sich schlüssig endet, lässt es den Leser doch auf eine Fortsetzung hoffen.

Spannend, witzig und mit sehr sympathischen, weil so herrlich unperfekten Protagonisten ist dieser Jugendroman jeder/jedem ab etwa 14 Jahren anzuraten!

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